Zwischen Bildschirm und Begegnung
39. Psychologen-Fachtagung | 10.–12.06.2026

Digitale Medien prägen heute maßgeblich, wie Menschen kommunizieren, fühlen und Beziehungen aufbauen – und beeinflussen die Entwicklung junger Menschen nachhaltig. Welche Chancen sich daraus für Beratung, Therapie und Prävention ergeben und wo zugleich Risiken und Grenzen sichtbar werden, ist Thema der 39. Psychologen-Fachtagung vom 10. bis 12.06.2026 im Oberlinhaus Berufsbildungswerk in Potsdam, in Kooperation mit dem Rotkreuz-Institut Berufsbildungswerk Berlin. Eingeladen sind Psycholog:innen, die in Berufsbildungswerken tätig sind.
Themen im Fokus
In Vorträgen führender Expert:innen, praxisnahen Workshops und Diskussionsrunden erfahren Sie:
- welche psychologischen Mechanismen hinter Social Media wirken,
- wie Medienkompetenz als Schutzfaktor dient,
- wie das Thema Pornographiekonsum in der psychosozialen Versorgung differenziert betrachtet werden kann,
- warum Einsamkeit trotz Vernetzung entsteht,
- welche Chancen digitale Tools in der Psychotherapie bieten.
Das erwartet Sie
Freuen Sie sich auf aktuelle Forschungsergebnisse, konkrete Praxisimpulse und vor allem auf:
- fachlichen Austausch,
- interdisziplinären Dialog und
- persönliche Begegnungen jenseits des Bildschirms.
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Programm & Inhalte

Vorträge
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1. Social Media, das Gehirn und wir – Selbstbehauptung in der digitalen Welt
Soziale Medien prägen unseren Alltag – im positiven wie negativen Sinne. In diesem Vortrag geht es darum, wie Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube unser Gehirn beeinflussen: Was passiert bei Likes, Reels und endlosem Scrollen? Warum fällt es uns dabei so schwer, die Herrschaft über unsere Zeit und Aufmerksamkeit zu behalten? Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, wie Belohnungssysteme und Aufmerksamkeitsökonomie unser Verhalten und Wohlbefinden verändern.
Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie können wir uns in der digitalen Welt behaupten, ohne uns zu verlieren? Der Vortrag gibt Impulse zur digitalen Selbstfürsorge und der aktiven Gestaltung des eigenen Online-Verhaltens. Ziel ist es, die psychologischen Mechanismen hinter Social Media verständlich zu machen und praktische Wege aufzuzeigen, um selbstbestimmt und reflektiert mit digitalen Medien umzugehen.
Referent: Prof. Dr. Christian Montag – Institute of Collaborative Innovation, Universität von Macau, China
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2. Risikoreiche PC- und Internetnutzung – Faszination, Awareness und Frühintervention
Dieser Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Erkenntnisse, die neuesten Trends der unterschiedlichen Verhaltenssüchte sowie Einblicke in die tägliche Arbeit des „Zentrums für Verhaltenssucht“ in Berlin.
Insbesondere befasst er sich mit risikoreicher PC- und Internetnutzung und zeigt die Faszination dieser Nutzung für Menschen mit ADHS, sozialen Ängsten und Menschen im Autismus-Spektrum auf. Zudem wird die Grenze zur Abhängigkeit herausgestellt. Mit konkreten Handlungsempfehlungen zum Umgang mit erwachsenen Betroffenen sowie jugendlichen Risikokonsument:innen deckt der Vortrag auch die Bereiche Prävention und Frühintervention ab.
Referentin: Ina Busack – Zentrum für Verhaltenssucht in der Trägerschaft Caritas Berlin
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3. Pornographiekonsum in der digitalen Welt – Ein relevanter Erkenntnisrahmen für die psychosoziale Versorgung
Der Vortrag gibt einen wissenschaftlich fundierten Überblick über den digitalen Pornographiekonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Im Fokus stehen die psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen, insbesondere im Hinblick auf sexuelle Entwicklung, Identitätsfindung und Gesundheit.
Es werden verschiedene Zugänge zur Thematik sowie aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Psychologie vorgestellt – mit dem Ziel, ein differenziertes Verständnis für die Bedeutung des Themas in der psychosozialen Versorgung zu fördern.
Referent: Justus Möllenberg – Klarer Blick Bildung, Berlin
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4. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der Regelversorgung: viel diskutiert – noch kaum genutzt
Fokus des Vortrages ist der aktuelle Stand sowie die Herausforderungen der Integration digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in die Regelversorgung des deutschen Gesundheitssystems. Seit ihrer Einführung bieten DiGAs – auch bekannt als „Apps auf Rezept“ – innovative Möglichkeiten zur Unterstützung von Diagnostik, Therapie und Prävention. Trotz ihres Potenzials zur Entlastung des Gesundheitswesens und zur Förderung der Patientenselbstständigkeit bleibt ihre tatsächliche Nutzung bislang hinter den Erwartungen zurück.
Der Vortrag bietet einen praxisorientierten Einblick, beleuchtet Forschungsergebnisse zu Wirksamkeit und thematisiert Gründe für die zurückhaltende Nutzung. Darüber hinaus werden Lösungsansätze diskutiert, wie DiGAs stärker in die Versorgung integriert und ihre Akzeptanz bei Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen und Patient:innen gesteigert werden können.
Referent: Prof. Dr. Christine Knaevelsrud – Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie/Arbeitsbereich Klinisch-Psychologische Intervention, Freie Universität Berlin

Workshops
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1. Exzessive Mediennutzung vs. Sucht – Fallbesprechungen
In diesem Workshop soll anhand vorgestellter Fälle herausgearbeitet werden, ob ein exzessiver Medienkonsum oder doch schon ein Suchtverhalten vorliegt. Ein besonderes Augenmerk soll auf Fallbeispielen mit Menschen im Autismus-Spektrum und Menschen mit ADHS liegen.
Workshopleiter: Dimitrij Müller - Zentrum für Verhaltenssucht in der Trägerschaft Caritas Berlin
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2. ZOE – Zocken ohne Ende!? Trainingsprogramm zum selbstbestimmten Spiel-/ Internetkonsum
In einer Zeit, in der Chatten, Zocken und Posten zum Alltag gehören, sind digitale Welten für viele junge Erwachsene unverzichtbar. Doch ein exzessiver Konsum kann zunehmend problematische Auswirkungen haben, insbesondere wenn er in den Alltag eingreift oder mit psychischen Belastungen einhergeht. Die Folgen zeigen sich häufig in Schule, Ausbildung sowie Freizeit und können das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen.
In diesem Workshop stellen wir ein speziell entwickeltes Trainingsprogramm vor, das darauf abzielt, einen bewussten und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien, insbesondere Gaming, zu fördern.
Sie lernen die Ziele des Programms kennen und erhalten einen ersten Einblick in den thematischen Aufbau und eingesetzte Methoden. Im Ergebnis des Workshops entwickeln Sie eine Idee vom „ZOE-Training“ als praxisnahes Präventions- bzw. Frühinterventionsangebot, in welchem sich Fachkräfte in einer zweitägigen Schulung zu TrainerInnen ausbilden lassen können.
Wir laden Sie herzlich ein, sich mit uns auf diese wichtige Thematik einzulassen und gemeinsam ein langjährig erprobtes Gruppenprogramm kennenzulernen, mit Hilfe dessen junge Menschen Strategien für einen gesunden Medienkonsum erlernen.
Workshopleiterin: Sinja Krügerke – Fachdienst Medienverhalten im Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin
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3. Digitales Wohlbefinden
Sowohl unser Alltag als auch unsere Arbeitswelt sind zunehmend von digitalen Medien durchdrungen. Neue digitale Technologien ermöglichen es, orts- und zeitunabhängig zu kommunizieren und zu arbeiten, neue Lehr-/Lernformate zu gestalten und wahrzunehmen sowie auf eine unendlich große Menge an Informationen und Unterhaltung zuzugreifen. Gleichzeitig haben diese Innovationen aber auch nachgewiesenermaßen ein großes „Stresspotential“ – sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder und Jugendliche.
In diesem Workshop erfahren Sie, was „digitaler Stress“ ist und mit welchen Strategien diesem im Sinne einer selbstbestimmten und gesunden Mediennutzung - sowohl im Alltag, als auch in der Bildung und am Arbeitsplatz – begegnet werden kann.
Workshopleiterin: Ines Hensch – Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät, Fächer und Arbeitsgruppen: Digitale Medien, Universität Augsburg
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4. IDEAL 4.0 – Entwicklung einer mobilen App
4. IDEAL 4.0 – Vorstellung der Ergebnisse eines Projektes zur Entwicklung einer mobilen APP zur Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen im Ausbildungs- und Arbeitsalltag
Das Projekt IDEAL 4.0 ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördertes Projekt und zielt darauf ab Menschen mit Beeinträchtigung auf ihrem Weg ins Berufsleben durch die Entwicklung einer mobilen App für den Ausbildungs- und Arbeitsalltag zu unterstützen.
Die APP MAXI- unterstützt die Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Selbstorganisation, der Stärkenanalyse, beim Netzwerken und Bewerben. In diesem Workshop werden die Ergebnisse eines spannenden Projekts vorgestellt.
Workshopleiterin: Sophia Kaschubowski – Oberlinhaus
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5. Wie begegnen wir Pornographie in Beratung/Therapie
Dieser praxisnahe Workshop widmet sich dem Umgang mit digitalem Pornographiekonsum in der psychosozialen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Gemeinsam wird erarbeitet, wie Fachkräfte diesem Thema in Beratung und Therapie begegnen können – sensibel, professionell und fachlich fundiert.
Der Workshop bietet Raum für eigene Fragestellungen sowie die Möglichkeit zum kollegialen Austausch und zur Diskussion. Ziel ist es, Orientierung und Handlungsansätze für die praktische Arbeit zu entwickeln.
Workshopleiter: Justus Möllenberg – Klarer Blick Bildung, Berlin
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6. Workshop zum Erfahrungsaustausch über die Nutzung der Digitalen Gesundheitsanwendung (DiGAs) in der Arbeit von Rehabilitanden
Viele unserer RehabilitandInnen suchen über lange Zeit vergeblich nach einem Therapieplatz. Ihre psychischen Beschwerden bleiben lange unbehandelt – sei es aufgrund fehlender Ausdauer bei der langwierigen Suche, sozialer Ängste oder Schwierigkeiten, Kontakt zu TherapeutInnen aufzunehmen. Auch wir als PsychologInnen im BBW stoßen durch knappe personelle Ressourcen an unsere Grenzen. Oft ist es uns nicht möglich, allen hilfesuchenden RehabilitandInnen eine ausreichende psychologische Betreuung zu bieten. So entstehen Versorgungslücken.
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) können in solchen Fällen eine wertvolle Ergänzung sein. Sie bieten niedrigschwellige, flexible Unterstützungsmöglichkeiten – insbesondere dort, wo das reguläre Versorgungssystem an seine Grenzen stößt oder persönliche Hürden einen Zugang erschweren.
In diesem Workshop geht es um den kollegialen Austausch über den sinnvollen Einsatz von DiGAs im BBW-Kontext:
- Welche DiGAs sind für unsere RehabilitandInnen geeignet?
- Wie erhalten sie Zugang zu diesen Angeboten?
- Wie können wir sie bei der Nutzung begleiten und motivieren?
- Und wie lassen sich DiGAs sinnvoll in bestehende Unterstützungsangebote eines BBWs integrieren?
Workshopleiter: Frank Mühe – Rotkreuz-Institut Berufsbildungswerk Berlin
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7. Risikoreiche PC- und Internetnutzung – Umsetzbarkeit von Präventions- und Interventionsansätzen im BBW
In diesem Workshop sollen ergänzend zum vorherigen Vortrag die Umsetzbarkeit von Präventions- und Interventionsansätzen im Setting eines Berufsbildungswerkes unter den Workshop-Teilnehmer:innen diskutiert werden und ein Austausch über „good practice“- Erfahrungen erfolgen.
Workshopleiterin: Ina Busack - Zentrum für Verhaltenssucht in der Trägerschaft Caritas Berlin
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8. Digitale Gesundheitsanwendungen – ganz neue Wege in der Therapie
In diesem Workshop sollen Basisinformationen zu den Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) gegeben werden: „Was ist eine DiGA?“, „Wie kommt die DiGA ins Verzeichnis des BfArM?“, „Was hat das BfArM geprüft, worauf kann ich mich verlassen?“, „Wie kann ich mir eine DiGA verschreiben lassen?“, „Wie erhalte ich dann meine DiGA?“ und vieles mehr.
Sie erhalten überdies Informationen zu den Eigenschaften und den Leistungen der DiGA, Informationen zum Nutzen, z. B. im Alltag zur Verbesserung im Umgang mit einer Erkrankung, wie DiGAs vom Arzt oder Psychotherapeuten verschrieben werden und wie sie auf einem Endgerät freigeschaltet werden können.
Workshopleiter: N. N. – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Köln und Bonn
In diesem Workshop soll anhand vorgestellter Fälle herausgearbeitet werden, ob ein exzessiver Medienkonsum oder doch schon ein Suchtverhalten vorliegt. Ein besonderes Augenmerk soll auf Fallbeispielen mit Menschen im Autismus-Spektrum und Menschen mit ADHS liegen.
Workshopleiter: Dimitrij Müller - Zentrum für Verhaltenssucht in der Trägerschaft Caritas Berlin
In einer Zeit, in der Chatten, Zocken und Posten zum Alltag gehören, sind digitale Welten für viele junge Erwachsene unverzichtbar. Doch ein exzessiver Konsum kann zunehmend problematische Auswirkungen haben, insbesondere wenn er in den Alltag eingreift oder mit psychischen Belastungen einhergeht. Die Folgen zeigen sich häufig in Schule, Ausbildung sowie Freizeit und können das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen.
In diesem Workshop stellen wir ein speziell entwickeltes Trainingsprogramm vor, das darauf abzielt, einen bewussten und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien, insbesondere Gaming, zu fördern.
Sie lernen die Ziele des Programms kennen und erhalten einen ersten Einblick in den thematischen Aufbau und eingesetzte Methoden. Im Ergebnis des Workshops entwickeln Sie eine Idee vom „ZOE-Training“ als praxisnahes Präventions- bzw. Frühinterventionsangebot, in welchem sich Fachkräfte in einer zweitägigen Schulung zu TrainerInnen ausbilden lassen können.
Wir laden Sie herzlich ein, sich mit uns auf diese wichtige Thematik einzulassen und gemeinsam ein langjährig erprobtes Gruppenprogramm kennenzulernen, mit Hilfe dessen junge Menschen Strategien für einen gesunden Medienkonsum erlernen.
Workshopleiterin: Sinja Krügerke – Fachdienst Medienverhalten im Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin
Sowohl unser Alltag als auch unsere Arbeitswelt sind zunehmend von digitalen Medien durchdrungen. Neue digitale Technologien ermöglichen es, orts- und zeitunabhängig zu kommunizieren und zu arbeiten, neue Lehr-/Lernformate zu gestalten und wahrzunehmen sowie auf eine unendlich große Menge an Informationen und Unterhaltung zuzugreifen. Gleichzeitig haben diese Innovationen aber auch nachgewiesenermaßen ein großes „Stresspotential“ – sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder und Jugendliche.
In diesem Workshop erfahren Sie, was „digitaler Stress“ ist und mit welchen Strategien diesem im Sinne einer selbstbestimmten und gesunden Mediennutzung - sowohl im Alltag, als auch in der Bildung und am Arbeitsplatz – begegnet werden kann.
Workshopleiterin: Ines Hensch – Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät, Fächer und Arbeitsgruppen: Digitale Medien, Universität Augsburg
4. IDEAL 4.0 – Vorstellung der Ergebnisse eines Projektes zur Entwicklung einer mobilen APP zur Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen im Ausbildungs- und Arbeitsalltag
Das Projekt IDEAL 4.0 ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördertes Projekt und zielt darauf ab Menschen mit Beeinträchtigung auf ihrem Weg ins Berufsleben durch die Entwicklung einer mobilen App für den Ausbildungs- und Arbeitsalltag zu unterstützen.
Die APP MAXI- unterstützt die Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Selbstorganisation, der Stärkenanalyse, beim Netzwerken und Bewerben. In diesem Workshop werden die Ergebnisse eines spannenden Projekts vorgestellt.
Workshopleiterin: Sophia Kaschubowski – Oberlinhaus
Dieser praxisnahe Workshop widmet sich dem Umgang mit digitalem Pornographiekonsum in der psychosozialen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Gemeinsam wird erarbeitet, wie Fachkräfte diesem Thema in Beratung und Therapie begegnen können – sensibel, professionell und fachlich fundiert.
Der Workshop bietet Raum für eigene Fragestellungen sowie die Möglichkeit zum kollegialen Austausch und zur Diskussion. Ziel ist es, Orientierung und Handlungsansätze für die praktische Arbeit zu entwickeln.
Workshopleiter: Justus Möllenberg – Klarer Blick Bildung, Berlin
Viele unserer RehabilitandInnen suchen über lange Zeit vergeblich nach einem Therapieplatz. Ihre psychischen Beschwerden bleiben lange unbehandelt – sei es aufgrund fehlender Ausdauer bei der langwierigen Suche, sozialer Ängste oder Schwierigkeiten, Kontakt zu TherapeutInnen aufzunehmen. Auch wir als PsychologInnen im BBW stoßen durch knappe personelle Ressourcen an unsere Grenzen. Oft ist es uns nicht möglich, allen hilfesuchenden RehabilitandInnen eine ausreichende psychologische Betreuung zu bieten. So entstehen Versorgungslücken.
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) können in solchen Fällen eine wertvolle Ergänzung sein. Sie bieten niedrigschwellige, flexible Unterstützungsmöglichkeiten – insbesondere dort, wo das reguläre Versorgungssystem an seine Grenzen stößt oder persönliche Hürden einen Zugang erschweren.
In diesem Workshop geht es um den kollegialen Austausch über den sinnvollen Einsatz von DiGAs im BBW-Kontext:
- Welche DiGAs sind für unsere RehabilitandInnen geeignet?
- Wie erhalten sie Zugang zu diesen Angeboten?
- Wie können wir sie bei der Nutzung begleiten und motivieren?
- Und wie lassen sich DiGAs sinnvoll in bestehende Unterstützungsangebote eines BBWs integrieren?
Workshopleiter: Frank Mühe – Rotkreuz-Institut Berufsbildungswerk Berlin
In diesem Workshop sollen ergänzend zum vorherigen Vortrag die Umsetzbarkeit von Präventions- und Interventionsansätzen im Setting eines Berufsbildungswerkes unter den Workshop-Teilnehmer:innen diskutiert werden und ein Austausch über „good practice“- Erfahrungen erfolgen.
Workshopleiterin: Ina Busack - Zentrum für Verhaltenssucht in der Trägerschaft Caritas Berlin
In diesem Workshop sollen Basisinformationen zu den Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) gegeben werden: „Was ist eine DiGA?“, „Wie kommt die DiGA ins Verzeichnis des BfArM?“, „Was hat das BfArM geprüft, worauf kann ich mich verlassen?“, „Wie kann ich mir eine DiGA verschreiben lassen?“, „Wie erhalte ich dann meine DiGA?“ und vieles mehr.
Sie erhalten überdies Informationen zu den Eigenschaften und den Leistungen der DiGA, Informationen zum Nutzen, z. B. im Alltag zur Verbesserung im Umgang mit einer Erkrankung, wie DiGAs vom Arzt oder Psychotherapeuten verschrieben werden und wie sie auf einem Endgerät freigeschaltet werden können.
Workshopleiter: N. N. – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Köln und Bonn
Infos zur Teilnahme
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Tagungsgebühr
Tagungspreis: 299,00 €
Zahlungsfrist: bis 10.04.2026
Empfänger:
Evangelische Bank eGIBAN: DE91 5206 0410 0008 0068 81
BIC: GENODEF1K1Verwendungszweck:
Name, Vorname + „39. Psychologenfachtagung“Sie erhalten sowohl eine Bestätigung nach Anmeldeeingang als auch nach Zahlungseingang an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse.
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Stornobedingungen
Eine kostenfreie Stornierung Ihrer Anmeldung ist bis zum 13.03.2026 möglich. Bereits gezahlte Teilnahmegebühren werden in diesem Fall vollständig erstattet.
Bei Stornierungen im Zeitraum 14.03.–10.04.2026 erstatten wir 50 % der Teilnahmegebühr.
Anstelle einer Stornierung besteht auch die Möglichkeit, jederzeit eine Ersatzperson für die bestehende Tagungsanmeldung zu benennen.
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Tagungsort

Sie finden das Berufsbildungswerk im Oberlinhaus in der Steinstraße 80/82/84in Potsdam-Babelsberg. Unser Gelände ist gut angebunden: Die Bushaltestelle In der Aue ist fast direkt vor der Tür – und mit der Regionalbahn sind Sie über den Bahnhof Potsdam Medienstadt Babelsberg schnell bei uns.
Für Tagungsteilnehmende, die mit dem Auto anreisen, stehen eine begrenzte Anzahl reservierter Parkplätze zur Verfügung. Weitere Parkmöglichkeiten finden Sie in den umliegenden Seitenstraßen außerhalb des Geländes.
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Unterkünfte
Für Ihren Aufenthalt haben wir eine Auswahl nahegelegener Hotels zusammengestellt. In den Häusern B&B Hotel Potsdam und Hampton by Hilton Potsdam Babelsberg stehen für die Tagungsteilnehmer:innen Zimmerkontingente bereit, die unter dem Stichwort „39. Psychologenfachtagung“ abgerufen werden können.
Bitte beachten Sie: Die Auswahl dient ausschließlich als Servicehinweis aufgrund der räumlichen Nähe. Wir haben die Unterkünfte nicht getestet und sprechen daher keine Empfehlung im werblichen Sinne aus.
- B&B Hotel Potsdam
Babelsberger Straße 24, 14473 Potsdam - Hampton by Hilton Potsdam Babelsberg
Ahornstraße 6, 14482 Potsdam - Mercure Hotel Potsdam City
Lange Brücke, 14467 Potsdam - Holiday Inn Express – the Niu Amity
Leipziger Straße 1, 14473 Potsdam - Seminaris Hotel Avendi Potsdam
Rudolf-Breitscheid-Straße 190, 14482 Potsdam
- B&B Hotel Potsdam
Anmeldung
Anmeldungen sind bis zum 13.03.2026 möglich. Nutzen Sie hierfür ganz bequem unser Anmeldeformular. Wir freuen uns sehr darauf, Sie bei der Fachtagung begrüßen zu dürfen!
Jetzt anmelden
Bitte stellen Sie Anfragen bis zum 08.06.2026 ausschließlich per E-Mail. Ab dem 09.06.2026 sind wir auch telefonisch erreichbar.




