KI verbindet – Digitale Kompetenzen für mehr Teilhabe im Arbeitsleben
Qualifizierungsangebot für Auszubildende mit Beeinträchtigung

Mit dem Modellprojekt „KI verbindet“ reagiert das Berufsbildungswerk im Oberlinhaus auf eine zentrale Entwicklung: Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant – die Anforderungen an Auszubildende steigen. In vielen Ausbildungsrahmenplänen ist diese Entwicklung bislang noch nicht ausreichend berücksichtigt.
Projektzeitraum: 01.01.2026 – 30.06.2027
Ziel: KI-Kompetenzen praxisnah vermitteln
„KI verbindet“ verfolgt das Ziel, Auszubildende gezielt auf eine digital geprägte Arbeitswelt vorzubereiten.
In praxisnahen Workshops erwerben die Teilnehmenden zentrale Kompetenzen im Umgang mit KI-Tools – verständlich, anwendungsorientiert und direkt übertragbar in den Berufsalltag.
Inhalte: Anwenden statt nur verstehen
Die Teilnehmenden lernen:
- wie KI-Systeme grundlegend funktionieren
- wie KI-Tools sicher und datenschutzkonform eingesetzt werden
- wie sie KI verantwortungsbewusst nutzen
- wie konkrete Anwendungen im beruflichen Alltag aussehen
Der Fokus liegt auf konkreten Anwendungsszenarien, damit KI gezielt zur Unterstützung im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann.
Zwischenstand des Projekts

Seit Ende Mai 2026 beschäftigen sich angehende Fachpraktiker:innen für Büromanagement einmal pro Woche mit Künstlicher Intelligenz. In kurzen Inputs, Gesprächen und praktischen Übungen lernen sie, wie KI-Systeme funktionieren, wo sie im Alltag und im Beruf unterstützen können und welche Risiken zu beachten sind.
Bisherige Themen:
- Grundlagen und Entwicklung Künstlicher Intelligenz
- Einsatzmöglichkeiten im Alltag und im Berufsleben
- Unterstützung beim Formulieren, Übersetzen und Zusammenfassen
- Funktionsweise von Chatbots
- Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen
- fehlerhafte Ergebnisse, Diskriminierung und Ressourcenverbrauch
Ausblick: KI verstehen – und anwenden
Als Nächstes steht das praktische Arbeiten mit Chatbots im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernen, zielführende Prompts zu formulieren und KI verantwortungsvoll für Ausbildung und Berufsalltag einzusetzen. Dabei gilt: KI-generierte Antworten müssen immer kritisch geprüft werden.
Praxisbezug: Zusammenarbeit mit Unternehmen
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts sind Praxisprojekte mit Unternehmen.
So stellen wir sicher, dass die vermittelten Inhalte:
- nah an realen Anforderungen der Arbeitswelt sind
- aktuelle Entwicklungen berücksichtigen
- konkrete berufliche Perspektiven eröffnen

Bedarfsanalyse: Entwicklung gemeinsam mit der Zielgruppe
Um das Qualifizierungsangebot passgenau zu gestalten, startete das Projekt mit einer Bedarfsanalyse.
- Austausch mit Ausbilder:innen im Beruf Fachpraktiker:in für Büromanagement
- Identifikation konkreter Einsatzmöglichkeiten von KI im Ausbildungsalltag
- Geplante Einbindung von Unternehmen und Auszubildenden
Wirkung: Digitale Teilhabe stärken
„KI verbindet“ trägt dazu bei:
- digitale Kompetenzen gezielt aufzubauen
- Teilhabe am Arbeitsleben zu stärken
- Arbeitsmarktchancen nachhaltig zu verbessern
Perspektive: Übertragbares Qualifizierungsmodell
Langfristig entsteht ein standardisiertes Qualifizierungsmodell für KI in der inklusiven Berufsbildung.
Die entwickelten Inhalte und Materialien sollen auch anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden.
Das Projekt wird im Rahmen der Richtlinie „Soziale Innovationen“ durch das Land Brandenburg gefördert und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) kofinanziert.

Das Projektteam
Von links nach rechts: Kerstin David-Engelhardt verantwortet die Projektkoordination, die interne Zusammenarbeit, die Durchführung der Workshops sowie die Netzwerkarbeit.
Dr. Theresia Ziegs ist für die Konzeption, Durchführung, Evaluation und den Transfer der Workshops zuständig.




