UN-Behindertenrechtskonvention (UN BRK)

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde im Jahre 2006 von 177 Staaten und der EU gemeinsam beschlossen und trat in Deutschland im Jahr 2009 in Kraft. Die Vereinbarung verfolgt das Ziel, Menschen mit Behinderung(en) besser als bisher am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen und geht dabei von dem Grundgedanken aus, dass eine Behinderung kein Defizit oder Nachteil, sondern einen Ausdruck der Vielfalt des menschlichen Lebens darstellt. Menschen mit Behinderung(en) brauchen daher keine Fürsorge, sondern Chancen.

Unser Anspruch 


Das Oberlin Berufsbildungswerk verbessert die Chancen seiner Teilnehmenden, indem in einem geschützten Rahmen berufliche Qualifikationen (i.d.R. Abschluss einer Berufsausbildung) vermittelt werden, auf deren Grundlage die Teilnahme am Arbeitsleben in vielen Fällen erst möglich ist. Wir unterstützen unsere Absolventen darüber hinaus auch bei der Suche nach einem Arbeitsplatz sowie bei der Festigung desselben.


Wir fühlen uns der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet und haben daher im Oktober 2016 einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgestellt, den wir seitdem Schritt für Schritt in die Tat umsetzen. So sind im Rahmen des Aktionsplanes die Beteiligungsmöglichkeiten unserer Teilnehmenden bereits deutlich ausgebaut worden. Auch die Quote der Verzahnten Ausbildung mit Betrieben (VAmB) konnte deutlich von 14 auf rd. 25% gesteigert werden.


Der Aktionsplan sieht Maßnahmen in insgesamt sieben Handlungsfeldern vor, die alle darauf abzielen, Barrieren abzubauen, die unseren Teilnehmenden eine gleichberechtigte Teilhabe erschweren. Die notwendigen Lösungen sind nicht selten komplex, sodass uns die Umsetzung aller Maßnahmen mit Sicherheit noch einige Zeit begleiten wird. Aber es lohnt sich, denn wir sehen in unserem Aktionsplan einen wichtigen Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.